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Innenarchitektur

Wettbewerb Bernhard-Lichtenberg-Haus Berlin

Die Konzeption für das Bernhard-Lichtenberg-Haus setzt städtebaulich, architektonisch und inhaltlich neue Akzente.
Ausgangspunkt der Überlegung ist die als unangemessen empfundene Nähe des ästhetisch wenig ansprechenden, aus den 70er Jahren stammenden Baukörpers entlang der Hedwigkirchgasse zur Kathedrale. Hier wird der runde Kathedralenbaukörper formal regelrecht bedrängt. Die entstehenden Zwischenräume sind proportional unstimmig im Verhältnis zum Volumen der Kathedrale und lassen sich nicht beleben. Daher ist hier eine Neugestaltung geboten.

Kernidee der Neugestaltung
Der an der Französischen Straße liegende Altbau bleibt als Baukörper und in seiner Fassadengestalt bestehen und wird nur im Inneren neu organisiert. Das bestehende Volumen ist hinreichend für die zugedachten Funktionen; die gestalterische Einbindung in die Bebauung der Französischen Straße wird als geglückt erachtet.
Der aus den 70er Jahren stammende Baukörper entlang der Hedwigkirchgasse wird entfernt. In Verlängerung des Altbaus entsteht in Flucht der Längsseiten ein neuer Gebäudekörper, der wie der bisherige mit der Hedwigkirchgasse abschließt. Die gläserne Fuge zwischen den Gebäuden erlaubt Durchblicke auf die St. Hedwigs- Kathedrale von der Französischen Straße aus – die Kathedrale wird dadurch auch von der Südseite her in Ihrer Präsenz gestärkt.
Durch diese städtebauliche Umorientierung entsteht eine innerstädtische Platzsituation an der Südwestseite der Kathedrale. Die bisher schmerzhafte Nähe von Rundbau und 70er Jahre Gebäude wird aufgelöst.