raumkontor
Innenarchitektur

ADESSO SE MÜNCHEN

“What you do makes a difference, and you have to decide what
kind of difference you want to make.”

Jane Goodall

Die Zitate der Wissenschaftler*innen, die die farbigen Kommunikationskuben markieren, stehen nicht nur programmatisch für die Haltungen des IT- Unternehmens adesso, sondern verdeutlichen zugleich die Strategie der innenarchitektonischen Gestaltung in diesem Projekt. Und auch, dass man aufgrund der sehr freien und experimentellen grafischen Interpretation zweimal hinschauen muss, um die Texte zu enträtseln, ist Programm: Es geht ja gerade um ein ‚wildes Denken‘, um eine kreative Unruhe, die zu neuen Ufern führt.

450 Mitarbeiter arbeiten hier auf fünf Etagen, in immer wieder wechselnden Teams und Konfigurationen. Die Konzeption ermöglicht und fördert ein agiles Miteinander, bei dem Kommunikation nicht nur inhaltlich im Zentrum steht, sondern auch visuell zum Herzen der Arbeitsflächen wird. Besprechungsräume, Interaction Rooms, Foren, Teeküchen und Gaming- Zonen haben eine lebendige Farbidentität, die stimuliert und aktiviert – und natürlich auch der Orientierung dient.

Die Innenausbauten in ihrer reduzierten, klaren Formsprache bilden einen spannungsreichen Kontrast zur offen liegenden Technik und zur bewusst rough belassenen Baustruktur. Gerade durch die Kontrastbildung entsteht eine Verdichtung der Gestaltungswirkung.

Dieses Miteinander von strenger Geometrie und spielerischer Irritation zeigt sich auch in der für dieses Projekt entworfenen Lichtskulptur in der Eingangshalle: deutlich sichtbares Zeichen von außen, hinter Drahtgeweben verschleierte Installation von Innen.

Neben dem zentralen Meetingsraum, der mit seiner stilisierten Haussilhouette in die zweigeschossige Arbeitszone hineinragt, ist sicher auch das Mitarbeitercafé und -Restaurant ein besonderes Erlebnis. Die tanzenden Leuchten vor der schwarzen Decke, der dunkel geräucherte Eichenboden und dazu im belebenden Kontrast die pastellrosafarbenen Einbauten: solche Momente bleiben in Erinnerung.

Die eingangs zitierte Verhaltensforscherin Jane Goodaal macht uns deutlich, dass wir uns mit dem, was wir tun, positionieren dürfen. In diesem Projekt spürt man die daraus erwachsende Intensität.